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 Betreff des Beitrags: Nicholas Flamel - Biografie
BeitragVerfasst: 26. Okt 2008 16:15 
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Nicolas Flamel, auch Nicholas Flamel (* wahrscheinlich 1330 in Pontoise; ? um 1413 in Paris, traditionell aber 1418) war ein erfolgreicher französischer Schreiber, Schriftsteller, Handschriften- und möglicherweise Immobilienhändler, der posthum als Alchemist Berühmtheit erlangte. Der Legende zufolge soll er den Stein der Weisen gefunden und die Unsterblichkeit erlangt haben.

Leben und Werk:

Flamel stammte aus bescheidenen Verhältnissen, als Sohn von Juden, die zum Katholizismus hatten übertreten müssen. Bei seinem Vater erlernte er das Handwerk des Kopisten und erhielt eine gründliche Ausbildung bei Benediktinermönchen. Neben Hebräisch und Französisch beherrschte er auch Latein. Seit 1355 war er mit der Witwe Perronelle (Pernelle) verheiratet. In Paris arbeitete er zunächst als öffentlicher Schreiber und führte, zusammen mit seiner Frau, einen kleinen Laden bei der Kirche Saint-Jacques-de-la-Boucherie. In der Nähe richtete Flamel außerdem eine Werkstatt ein, die sich auf die Herstellung von kostbaren Manuskripten spezialisierte. Zu seinen Kunden gehörte möglicherweise auch der Herzog Jean de Berry. Mit der Zeit erlangte er einen beachtlichen Reichtum, mit dem er zahlreiche Stiftungen für Kirchen und Hospize, sowie Armenspeisungen finanzierte. Als Gegenleistung wurden an den Gebäuden allegorische Darstellungen nach Flamels Anweisungen angebracht.

1410 entwarf Flamel seinen eigenen Grabstein, der noch heute im Musée de Cluny in Paris erhalten ist. Entgegen der häufig aufgestellten Behauptung, finden sich auf dem Stein keine arkanen Symbole, lediglich Darstellungen der Apostel Petrus und Paulus, mit Jesus Christus als Weltenherrscher in der Mitte, sowie Flamel selbst als verwesender Leichnam am Fuß. Damit stellt der Stein ein frühes Beispiel für den im Spätmittelalter verbreiteten Totenkult dar, der später in den zahlreichen Darstellungen des Totentanz gipfeln sollte.

Legenden:

Dem Vorwort des Livre des figures hiéroglyphiques zufolge erschien ihm 1357 ein Engel im Traum, der ein Buch zeigte, dessen Inhalt nur Flamel zugänglich wäre. Das Buch, das Flamel dann tatsächlich für lediglich zwei Florint erwarb, soll in drei Kapiteln von jeweils sieben Seiten die Stufen der Herstellung des Steins der Weisen in allegorischen Darstellungen enthüllt haben. Allerdings gelang ihm die Entschlüsselung erst nach 21 Jahren. Hierzu reiste er nach Spanien, wo er sich Hilfe bei den dortigen Alchemisten erhoffte, zunächst jedoch vergeblich. Erst auf der Rückreise von Santiago de Compostela, identifizierte ein mitreisender Gelehrter, ebenfalls ein jüdischer Konvertit, namens Maître Canches, das Buch als ein Werk mit dem Titel Habraham, Juif, Prince, Prêtre, Lévite, Astrologue & Philosophe; à la Nation des Juifs que l'ire de Dieu a dispersé dans les Gaules, etc, und lieferte einige Hinweise für die Entschlüsselung. Allerdings verstarb Maître Canche bevor er das Buch, das Flamel in Paris aufbewahrte, persönlich studieren konnte.

Am 17. Januar 1382, einem Rosenmontag ? dieses Datum fiel allerdings auf einen Freitag ? soll dann Flamel, zusammen mit seiner Frau Pernelle, erstmals die Herstellung von Silber aus Quecksilber gelungen sein, am 25. April des selben Jahres, die Herstellung von Gold.

Zweifler vermuteten später hingegen, das ?Buch Abrahams des Juden?, sei in Wirklichkeit eine Beschreibung der Verstecke gewesen, in denen die aus Frankreich vertriebenen Juden ihre Schätze vergraben hätten. Noch in Zedlers Lexikon von 1735 findet sich das Gerücht, die Entdeckung des Steins der Weisen sei nur eine Schutzbehauptung Flamels gewesen, um die Unterschlagung von öffentlichen Geldern zu vertuschen.[5]

Weitere Legenden kreisen um Flamels angebliche Entdeckung des Elixiers des ewigen Lebens. So sollen er und seine Frau ihren Tod nur vorgetäuscht haben, und Diebe, die in Flamels Grab versteckte Schätze vermuteten, hätten dieses leer vorgefunden. Zu diesen Gerüchten trugen anscheinend die alchemistischen Schriften bei, die noch lange nach seinem Tod unter seinem Namen erschienen. Der französische Kaufmann Paul Lucas (1664?1737) brachte von seinen Reisen zu Beginn des 18. Jahrhunderts Geschichten nach Europa zurück, über Begegnungen der Einheimischen in der Türkei mit dem unsterblichen, ewig jugendlichen Flamel, der selbst wiederum bis nach Indien gelangt sein soll. Diese Erzählungen weisen deutliche Ähnlichkeiten mit der Legende vom ewigen Juden auf. Später gingen ähnliche Gerüchte über Langlebigkeit und weite Reisen auch auf Gestalten wie den Grafen von Saint Germain über.

Nach dem Bekanntwerden der sogenannten ?Geheimdossiers des Henri Lobineau? Ende der 1960er Jahre, wurde Nicolas Flamel ebenfalls ein Teil der Verschwörungstheorien rund um die Prieuré de Sion, als angeblicher Großmeister dieser Geheimorganisation von 1398?1418. Obwohl bekannt wurde, dass es sich bei diesen ?Dossiers? um Fälschungen des Pierre Plantard handelt, wird Flamel in der Populärkultur weiterhin mit dem ?Geheimnis von Rennes-le-Chateau?, dem ?Schatz der Katharer?, etc, in Verbindung gebracht.


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BeitragVerfasst: 15. Okt 2012 08:51 
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Ist er nun 1413 oder 1418 gestorben ?

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